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Verbreitung in aller Welt

Das Weihnachtslied "Stille Nacht, Heilige Nacht" trat von Tirol aus seinen Siegeszug in die Welt an. Bis zum heutigen Tag ist das Lied in ca. 280 Sprachen und Dialekte auf allen Kontinenten übersetzt worden.

Der Orgelbauer Karl Mauracher aus Fügen (Zillertal, Tirol), der im Jahr 1825 in der Kirche von St. Nikola (Oberndorf) eine komplett neue Orgel installierte, brachte das Lied nach Tirol.

Während seines Aufenthaltes in Oberndorf hatte Mauracher das Weihnachtslied kennengelernt und beschlossen, es mit nach Hause zu nehmen. Von hier aus verbreitete es sich alsbald durch Sängergruppen im gesamten deutschen Sprachraum. Die Strasser Familie, Volksliedsänger und Handschuhmacher aus Laimach (Zillertal, Tirol), bekamen Kenntnis von dem Lied und sangen es alljährlich auf ihren Runden, die sie auf viele deutsche Jahrmärkte und Volksfeste führten. Erstmals geschah dies am l 5. Dezember 1832 in Leipzig. Eine weitere Sängerfamilie aus dem Zillertal - die Rainer Familie - brachten das Lied nach Amerika. 1839 sangen sie das Lied unter freiem Himmel in der ausgebrannten Trinity Church in New York. 1873 fand Josef Pletzacher aus Hannover bei der Wiener Weltausstellung in einem amerikanischen Notenbuch das Weihnachtslied als "Choral of Salzburg". Dieser bekannte Hofopernsänger, der in aller Welt herum kam, berichtete schon 1890 über die weite Verbreitung des Liedes. Zur Jahrhundertwende konnte "Stille Nacht, Heilige Nacht" schon in England, Neu Seeland, Afrika, Süd- und Nord Amerika nachgewiesen werden. Es wurde durch christliche Missionare auf allen Kontinenten verbreitet.

"Stille Nacht, heilige Nacht" im hannoveranischen Isernhagen! Marlies Bertram, Mitglied der Gesellschaft, regte ein kleines Schauspiel an, das an die erste Aufführung des Liedes in Hannover zur 1819 erinnern sollte. Hier der Pressebericht:

Am 24. Dezember 1818 sangen Hilfspfarrer Joseph Mohr und Organist Franz Gruber in der Kirche der kleinen Österreichischen Gemeinde Oberndorf während der Christmesse zum ersten Mal das Weihnachtslied "Stille Nacht, Heilige Nacht". Der eine hatte den Text, der andere die Melodie geschrieben, und sie sangen zu Gitarrenbegleitung, weil die Orgel defekt war. Das Lied ging um die Welt, und heute wird es in 230 Sprachen gesungen.

Schon ein Jahr später erklang "Stille Nacht, Heilige Nacht" in der 600 Jahre alten Dorfkirche St. Marien in Isernhagen K. B. zu Weihnachten - vielleicht zum ersten Mal in einem Gotteshaus auf hannoverschem Boden. Was sich damals zugetragen hat, ist aus dem Kirchenbuch zu ersehen, und die Isernhagenerin Hilde Mußmann hat es in Verse gefaßt.

Ein fahrender Geselle, der Puppenspieler Ferdinand Trollmann aus dem Salzburger Land, hatte im Pfarrhaus Aufnahme gefunden und dem Hausherrn zum Dank das Lied von der "Stillen Nacht" vorgetragen. Der Pfarrer war so ergriffen, daß er den Puppenspieler bat, es auch am Heiligen Abend in der Kirche vorzutragen.

Das historische Ereignis lassen die Isernhagener jetzt in einem Weihnachtsspiel in ihrer Kirche wiedererstehen. Die Akteure sind, damals wie heute, Einwohner des Dorfes. [...]


Es ist ergreifend zu wissen, daß jedes Jahr am 24. Dezember unser schlichtes Weihnachtslied in aller Welt gesungen wird, wo Menschen das Weihnachtsfest feiern. Schon bald nach der Verbreitung des Liedes wurde der Text in die verschiedensten Sprachen übersetzt, teils, soweit dies das Versmaß zuläßt, wörtlich, teils recht frei, indem weihnachtliche Vorstellungsinhalte des jeweiligen Volkes - die von den unseren oft erheblich abweichen - darin verarbeitet wurden.

Wie groß das Bedürfnis ist, gerade dieses Weihnachtslied zu singen, zeigen die verschiedenen Übersetzungen in die wichtigsten Sprachen (englisch mind. acht Versionen, französisch mind. elf, italienisch mind. acht, usw.). Meist werden, wie bei uns, nur drei der ursprünglichen Strophen gesungen.